Einzug ins Erdbeer-Cottage - Teil 1: Das fängt ja gar nicht gut an...

Hallo,

heute wollen wir Euch mal wieder eine kleine Geschichte erzählen. Allerdings diesmal ohne Märchenbuch und "Es war einmal"-Beginn, denn es geht ausnahmsweise mal nicht um Abenteuer der Hexenturmbewohner, sondern wir wollen davon erzählen, wie Flutterby in sein Häuschen einzog. Also - los geht's!

Flutterby hatte gerade seinem Freund Erdbärchen den Rohbau seines Erdbeer-Cottages gezeigt. Erdbärchen war zutiefst beeindruckt. "Hier könnte ich mich auch wohlfühlen", meinte er. "Du hast wirklich Glück, dass Birgit Dir so ein hübsches Cottage baut - und all die vielen Geschenke, die Du schon bekommen hast!" Flutterby antwortete: "Freut mich, dass es Dir gefällt. Ich hab' nur manchmal etwas Bedenken, ob die anderen BiWuBärchen nicht vielleicht etwas neidisch sind, weil Birgit ein ganzes Haus nur für mich baut..."


Erdbärchen schüttelte energisch den Kopf. "Nein, das glaube ich nicht. Immerhin bist Du ja auch das Blogbärchen vom Dienst, da kann man schon mal eine Extrawurst bekommen - oder in Deinem Fall eine Extraerdbeere. Und ich zum Beispiel bin überhaupt nicht neidisch, ich bin immerhin in einem gemütlichen Erdbeerkörbchen zu Hause - und dahin muss ich mich jetzt auch wieder aufmachen. Also - vielen Dank für die Führung. Es hat mir sehr gefallen."


Erdbärchen machte sich auf den Heimweg in sein Erdbeerkörbchen und Flutterby sah ihm noch eine Weile nach. Beim Reingehen durch seine Haustür fiel sein Blick auf das geschmückte Weidenherz, das seine Birgit für ihn gebastelt hatte und das er gerade erst persönlich über der Türscheibe aufgehängt hatte, und ihm wurde etwas leichter ums Herz.


Flutterby ging wieder nach drinnen, um seine neue Pinnwand aufzuhängen, die Birgit aus einem Fensterrahmen und einem - natürlich - Erdbeerbild für ihn gebastelt hatte, bevor die Zahnschmerzen sie ein wenig aus der Bahn geworfen und am Basteln gehindert hatten. Zufrieden betrachtete er sein Werk, ja, so sah das richtig gut aus... da klopfte es an der Tür. "Nanu", dachte Flutterby. "Hat Erdbärchen etwas vergessen?" Und er hüpfte herunter von seinem Tritt (Er war ja ein artiges Flatterbärchen, das brav den Sicherheitstritt verwendete - Safety first eben) und öffnete die Tür.


 Zu seiner Überraschung stand Frieda, die Nilpferddame, vor der Tür. "Oh, hallo Frieda! Das ist aber eine tolle Überraschung - Du kommst sicher, um Dir Dein zukünftiges Zuhause anzuschauen. Komm rein, schau Dich um... das wird Dir gefallen..." Und Flutterby sprudelte nur so los vor Begeisterung und zeigte Frieda all die kleinen Details und erzählte und erzählte... bis ihm endlich auffiel, dass Frieda ganz bedrückt und still war. "Frieda, was ist denn los... was hast Du denn?" Friedas Augen schwammen in Tränen, als sie leise antwortete: "Ach, Flutterby, es tut mir so furchtbar leid... aber ich kann hier nicht bei Dir einziehen. Ich fühle mich mittlerweile so zu Hause an meinem Platz in der Vitrine... und hier ist es mir einfach zu rot. Überall erdbeerrot... das passt wirklich so gar nicht zu mir. Kannst Du das verstehen?" Flutterby musste heftig schlucken.


Frieda sah mit tränenverschleiertem Blick zu ihm auf: "Kannst Du mir verzeihen? Ich weiß ja, dass Birgit mich von ihrer Namensvetterin, der Biggi von den Biggibären extra hat anfertigen lassen, damit ich Dir in Deinem Cottage Gesellschaft leiste... aber hier könnte ich mich einfach nicht wohlfühlen. Schau mich doch an vor dieser Erdbeerwand..." Und sie fing an zu schluchzen und da sagte Flutterby ganz tapfer, nur mit gaaaaaanz leicht belegter Stimme: "Ist schon in Ordnung, Frieda, ich versteh' das schon. Mein Geschmack ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Mach Dir mal keine Sorgen. Aber besuchen wirst Du mich doch, wenn alles irgendwann mal fertig ist, oder?" Und Frieda strahlte unter Tränen: "Aber natürlich komme ich Dich oft besuchen. Nur für immer hier leben, das könnte ich nicht aushalten..." Flutterby nickte: "Ich versteh' schon..." Und dann drückten sich die beiden zum Abschied und Frieda hoppelte davon, erleichtert und von einer zentnerschweren Last befreit.


Flutterby dagegen plumpste traurig auf den Holzboden. Ihm war absolut nach Heulen zumute, ganz egal, ob Jungs das nun tun oder nicht. Frieda würde ihm nicht wie geplant Gesellschaft leisten und mit dem Einzug würde es erst mal auch nichts werden. Birgit war durch ihre Zahn-OP etwas außer Gefecht gesetzt und Flutterby wollte auch nicht, dass sie sich gleich wieder in die Miniaturen stürzte, sie sollte sich erst richtig auskurieren nach allem, was sie an Schmerzen und Ärger durchgemacht hatte. Aber allein konnte er den Umzug ja auch nicht wuppen. Ach, es ging aber auch irgendwie alles schief... Da klopfte es abermals!!!


Flutterby schlich traurig zur Tür, um zu öffnen. "Hoffentlich nicht noch mehr Hiobsbotschaften" dachte er bei sich.

* FORTSETZUNG FOLGT*

Ach herrje, armer Flutterby - das fängt ja wirklich nicht gut an mit ihm und seinem Erdbeercottage. Na, mal abwarten, wie's weiter geht... wir glauben fest daran, dass sich die Dinge für Flutterby bald zum Besseren wenden werden. Wir haben allerdings zugegebenermaßen einen kleinen Wissensvorsprung, denn wir wissen ja, wer da geklopft hat... *grins* Wisst Ihr es auch? *zwinker*

Liebe Grüße
Die BiWuBärchen